Kosten & PreiseLesedauer: 7 Min.Januar 2026

Fensterpreise 2026: Was kosten neue Fenster aktuell?

Aktuelle Fensterpreise 2026 im Überblick: Wie sich die Kosten entwickelt haben, was heute ein Standardfenster kostet und was die Preise beeinflusst.

Fensterpreise 2026: Der aktuelle Marktüberblick

Wer 2026 neue Fenster kauft, stellt fest: Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gegenüber 2019 haben sich die Kosten für viele Fenstertypen um 25 bis 45 Prozent erhöht. Das hat mehrere Ursachen – von gestiegenen Energiekosten über Lieferengpässe bis hin zu erhöhten Lohnkosten im Handwerk. Wer heute plant, sollte realistische Richtwerte kennen und die Preisentwicklung verstehen.

Aktuelle Richtwerte nach Material (2026)

Die folgenden Preise gelten für ein Standardfenster der Größe 120 × 120 cm als Dreh-Kipp-Fenster, inklusive Einbau und Entsorgung der Altfenster, ohne Sonderausstattung:

  • Kunststoff mit Zweifachverglasung: 480 bis 780 Euro
  • Kunststoff mit Dreifachverglasung: 620 bis 1.050 Euro
  • Holzfenster (Kiefer/Fichte): 750 bis 1.350 Euro
  • Holz-Alu-Fenster: 1.100 bis 2.100 Euro
  • Aluminiumfenster: 950 bis 1.700 Euro
  • Dachfenster (Velux/Roto, inkl. Einbau): 900 bis 1.900 Euro
  • Diese Preise sind Bruttopreise und enthalten die Montagearbeit eines Fachbetriebs. In Großstädten und Ballungsräumen liegen die Kosten erfahrungsgemäß 15 bis 30 Prozent über diesen Richtwerten.

    Preisentwicklung der letzten Jahre

    2019 bis 2021: Stabiles Preisniveau

    Vor der Coronapandemie waren Fensterpreise verhältnismäßig stabil. Kurzfristige Schwankungen gab es, aber im Großen und Ganzen lagen die Preise auf einem berechenbaren Niveau. Ein Kunststofffenster mit Dreifachverglasung kostete damals durchschnittlich 500 bis 750 Euro inklusive Einbau.

    2021 bis 2023: Massive Preissteigerungen

    Mit dem Ende der Pandemie traf eine Reihe von Faktoren gleichzeitig ein, die die Fensterpreise in die Höhe trieben:

  • Materialengpässe: PVC-Granulat, Aluminium und Glas wurden knapp. Die Hersteller konnten die gestiegene Nachfrage nicht bedienen.
  • Energiekrise: Die Herstellung von Flachglas, Aluminium und PVC ist sehr energieintensiv. Steigende Gas- und Strompreise schlugen direkt auf die Produktionskosten durch.
  • Transportkosten: Gestörte Lieferketten verteuerten Rohmaterialien aus dem Ausland erheblich.
  • Fachkräftemangel im Handwerk: Mehr Aufträge bei gleichzeitigem Mangel an Monteuren trieb die Lohnkosten weiter hoch.
  • In dieser Phase stiegen die Fensterpreise teils um 30 bis 40 Prozent innerhalb von 18 Monaten.

    2024 bis 2026: Teilweise Entspannung, hohes Preisniveau bleibt

    Seit 2024 hat sich die Lage etwas beruhigt. Die schlimmsten Engpässe sind vorbei, die Energiepreise sind von ihren Hochpunkten zurückgekommen. Dennoch hat sich das Preisniveau auf einem deutlich höheren Niveau stabilisiert als vor 2021. Die meisten Hersteller haben ihre Kalkulationsbasis dauerhaft angehoben.

    Für 2026 gilt: Wer mit Preisen aus dem Jahr 2019 oder 2020 plant, wird böse überrascht. Aktuelle Angebote von mindestens drei Betrieben sind unerlässlich.

    Was wurde besonders teurer?

    Aluminiumfenster

    Aluminium ist eines der energieintensivsten Metalle in der Herstellung. Bereits die Erschmelzung des Rohmaterials verbraucht enorme Mengen an Strom. Die Energiekrise hat hier überproportional zugeschlagen. Aluminiumfenster sind im Schnitt um 30 bis 50 Prozent teurer geworden als noch 2020.

    Dreifachverglasungen

    Die gestiegene Nachfrage nach energieeffizienten Fenstern – beflügelt durch KfW-Förderungen und das GEG – hat den Markt für Dreifachverglasungen unter Druck gesetzt. Gleichzeitig ist Glas energieintensiv herzustellen. Das Ergebnis: Dreifachverglasungen sind überproportional teurer geworden.

    Handwerkerleistungen

    Der Fachkräftemangel ist strukturell – er wird sich nicht von selbst lösen. Montagestundenlöhne von 60 bis 90 Euro netto sind heute Standard. Vor fünf Jahren lagen diese noch bei 45 bis 65 Euro.

    Materialpreise und ihre Treiber

    Für eine fundierte Budgetplanung lohnt es sich, die wichtigsten Materialkostentreiber zu kennen:

  • PVC: Abhängig vom Ölpreis. PVC-Granulat ist ein Nebenprodukt der Erdölverarbeitung. Steigende Rohölpreise verteuern PVC direkt.
  • Aluminium: Abhängig vom Strompreis. Die Erschmelzung ist extrem stromintensiv. In Jahren mit hohem Strompreis steigt der Aluminiumpreis.
  • Glas: Herstellung in energieintensiven Schmelzöfen. Stark abhängig von Gas- und Stromkosten.
  • Holz: Nach dem Holzpreiscrash 2021 (Überschwemmung des Markts mit Käferholz) sind Holzfensterpreise stabiler, aber die Verarbeitungskosten (Schnittholz, Trocknung, Lackierung) sind gestiegen.
  • Prognose: Wie entwickeln sich die Fensterpreise?

    Eine belastbare Prognose ist schwierig, weil sie von Faktoren abhängt, die niemand sicher vorhersagen kann: Energiepreise, geopolitische Lage, Baukonjunktur. Einige strukturelle Trends sprechen jedoch dafür, dass das Preisniveau hoch bleibt:

  • Der Fachkräftemangel im Handwerk wird sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen, da viele erfahrene Monteure in Rente gehen.
  • Die Nachfrage nach energieeffizienten Fenstern (befeuert durch das GEG und EPBD) bleibt hoch.
  • Qualitätsanforderungen steigen, was die Kosten strukturell nach oben treibt.
  • Kurzfristig (2026/2027) ist eine moderate Stabilisierung realistisch, aber keine nennenswerte Preissenkung.

    Tipps für die aktuelle Marktsituation

  • Mehrere Angebote einholen: Preisunterschiede von 20 bis 30 Prozent zwischen Betrieben sind keine Seltenheit
  • Förderung vorher beantragen: BAFA-Bundesförderung kann 15 bis 20 Prozent der Kosten abdecken
  • Nicht zu lange warten: Bei strukturell steigenden Kosten bringt abwarten meist mehr Kosten
  • Auf Gesamtpakete achten: Ein günstiges Angebot ohne Nebenleistungen kann am Ende teurer sein
  • Häufige Fragen

    Was kostet Fensterpreise 2026: Was kosten im Durchschnitt?

    Ein Kunststofffenster mit Dreifachverglasung kostete damals durchschnittlich 500 bis 750 Euro inklusive Einbau. Einbau):** 900 bis 1.900 Euro Diese Preise sind Bruttopreise und enthalten die Montagearbeit eines Fachbetriebs.

    Welche Faktoren beeinflussen den Preis bei Fensterpreise 2026: Was kosten?

    Mit dem Ende der Pandemie traf eine Reihe von Faktoren gleichzeitig ein, die die Fensterpreise in die Höhe trieben: **Materialengpässe:** PVC-Granulat, Aluminium und Glas wurden knapp.

    Wie kann ich bei Fensterpreise 2026: Was kosten Geld sparen?

    Wer 2026 neue Fenster kauft, stellt fest: Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

    Lohnt sich die Investition in Fensterpreise 2026: Was kosten?

    Für eine fundierte Budgetplanung lohnt es sich, die wichtigsten Materialkostentreiber zu kennen: **PVC:** Abhängig vom Ölpreis.

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