Fenstereinbau im Sommer: Hitze, Feuchte und Tipps
Im Sommer bieten sich ideale Bedingungen für die Fenstermontage – aber Hitze bringt eigene Herausforderungen. PVC-Ausdehnung, Klebstoff-Verarbeitung und Schutz vor UV.
Fenstereinbau im Sommer: Hitze, Feuchte und Tipps
Der Sommer gilt in der Baupraxis als gute Jahreszeit für den Fenstereinbau. Das Wetter ist stabil, Feuchtigkeit in der Luft und im Mauerwerk gering, und die Tage sind lang genug, um auch größere Einbauten bequem zu bewältigen. Dennoch bringt die Hitze des Sommers eigene Herausforderungen mit, die Fachbetriebe und Bauherren kennen sollten. Wer diese Faktoren ignoriert, riskiert Maßabweichungen, schlecht haftende Dichtstoffe und vorzeitig zerstörte Schutzfolien.
PVC-Ausdehnung: Das unterschätzte Maßproblem
PVC-Profile dehnen sich bei Wärme aus. Der thermische Ausdehnungskoeffizient von PVC beträgt etwa 0,08 mm pro Meter und Grad Celsius. Das klingt wenig, ist bei längeren Profilen aber durchaus relevant:
Das bedeutet für die Montage im Sommer:
Kompriband und UV-Schutz: Besonders aufpassen
Komprimierbare Dichtbänder (Kompriband, EPDM-Bänder) sind ein wesentlicher Bestandteil der Außenabdichtung nach RAL-Montagerichtlinie. Im Sommer gibt es dabei besondere Anforderungen:
Staub und Schmutz: Ein unterschätztes Problem im Sommer
Trockene Sommer bedeuten mehr Staub. Und Staub ist der Feind jeder Klebeverbindung. Dichtstoffe, Klebebänder und Montagekleber haften auf verschmutzten Oberflächen deutlich schlechter:
Optimale Verarbeitungstemperatur: Was Hersteller empfehlen
Dichtstoffe, Montageschaum und Klebebänder haben definierte Verarbeitungstemperaturen. Diese werden vom Hersteller im Technischen Merkblatt angegeben. Als Faustregel gilt:
An sehr heißen Sommertagen (über 35 °C) sollte die eigentliche Abdichtungsarbeit in die Morgenstunden verlegt werden. Der Rahmeneinbau kann auch bei Hitze durchgeführt werden, aber die Feinarbeiten mit Dichtstoffen und Klebebändern erfordern günstigere Temperaturen.
Schutzfolien: Im Sommer besonders gefährdet
Die Schutzfolie auf neuen Fensterrahmen wurde bereits erwähnt (im Artikel zur Baustellen-Lagerung), aber im Sommer ist das Problem besonders akut:
Folien unmittelbar nach dem Einbau abziehen – oder zumindest innerhalb von zwei bis drei Wochen. Wenn auf der Baustelle noch Putzarbeiten folgen, kann die Folie für deren Dauer belassen werden, muss danach aber sofort entfernt werden.
Warum Sommer trotzdem eine gute Montagesaison ist
Trotz der genannten Herausforderungen ist der Sommer aus mehreren Gründen eine bevorzugte Zeit für Fenstertausch:
Mit den richtigen Vorkehrungen – früher Arbeitsbeginn, akklimatisierte Fenster, saubere Flächen und angepasste Verarbeitungstechnik – liefert der Sommer die besten Bedingungen für dauerhaft dichte und optisch einwandfreie Fensteranschlüsse.
Häufige Fragen
Wie läuft der Einbau von Fenstereinbau Sommer: Hitze, Feuchte ab?
Der Sommer gilt in der Baupraxis als gute Jahreszeit für den Fenstereinbau. Das Wetter ist stabil, Feuchtigkeit in der Luft und im Mauerwerk gering, und die Tage sind lang genug, um auch größere Einbauten bequem zu bewältigen.
Kann ich Fenstereinbau Sommer: Hitze, Feuchte selbst einbauen oder brauche ich einen Fachbetrieb?
Dennoch bringt die Hitze des Sommers eigene Herausforderungen mit, die Fachbetriebe und Bauherren kennen sollten.
Wie lange dauert der Einbau von Fenstereinbau Sommer: Hitze, Feuchte?
Stulpfenster) erst bei normaler Temperatur endgültig fixieren Komprimierbare Dichtbänder (Kompriband, EPDM-Bänder) sind ein wesentlicher Bestandteil der Außenabdichtung nach RAL-Montagerichtlinie.
Was muss ich beim Einbau von Fenstereinbau Sommer: Hitze, Feuchte beachten?
Der Sommer gilt in der Baupraxis als gute Jahreszeit für den Fenstereinbau.
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