Förderung & FinanzierungLesedauer: 7 Min.Januar 2026

KfW Renewable Ready: Vorbereitung auf erneuerbare Energien fördern

KfW Renewable Ready fördert Neubauten, die später leicht auf erneuerbare Energien umrüstbar sind. Fenster spielen als Teil des Gesamtkonzepts eine wichtige Rolle.

Was ist KfW Renewable Ready?

KfW Renewable Ready ist ein Bonuskriterium innerhalb des KfW-Neubau-Förderprogramms. Es richtet sich an Bauherren, die ein neues Gebäude so planen und bauen, dass es einfach und kostengünstig auf eine vollständig erneuerbare Energieversorgung umgestellt werden kann – auch wenn diese Umrüstung nicht sofort, sondern erst in einigen Jahren erfolgt.

Der Grundgedanke: Wer heute einen Neubau plant, sollte diesen so gestalten, dass die technische Infrastruktur (Leerrohre, Platz für Wärmepumpe, Photovoltaik-Vorbereitungen) die spätere Umrüstung nicht unnötig erschwert oder teuer macht. Das Gebäude wird „bereit gemacht" für erneuerbare Energien.

Renewable Ready ist Teil des KfW-Programms 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) und erhöht den Tilgungszuschuss oder verbessert die Kreditkonditionen für Neubauprojekte, die dieses Kriterium erfüllen.

Was bedeutet Renewable Ready konkret?

Um das Kriterium Renewable Ready zu erfüllen, müssen bestimmte technische Anforderungen im Neubau umgesetzt werden:

  • Vorbereitung für PV-Anlage: Dachauslegung, Leerrohre für Kabelführung, Zählerplatz mit Platz für Einspeisezähler
  • Vorbereitung für Wärmepumpe: Ausreichend dimensionierte Leerrohre, Platz im Technikraum, Vorbereitung für Erdwärme oder Luft-Luft-Systeme
  • Niedrige Heizlast durch gute Gebäudehülle: Hier kommen Fenster ins Spiel
  • Smart-Home-Vorbereitung: Schnittstellen für intelligente Steuerung von Heizung, Lüftung und Stromerzeugung
  • Fenster als Teil des Renewable-Ready-Konzepts

    Fenster sind kein direktes Kriterium für Renewable Ready, aber sie sind ein entscheidender Faktor für die Gesamtpunktzahl und die Energiebilanz des Gebäudes:

  • Niedrige Heizlast: Je besser die Fenster (niedriger Uw-Wert), desto geringer der Heizwärmebedarf. Das erleichtert die Dimensionierung einer Wärmepumpe, da kleinere, effizientere Geräte eingesetzt werden können.
  • Passivhaus-Niveau: Wenn die Fenster sehr gute Uw-Werte (≤ 0,8 W/m²K) erreichen, trägt das dazu bei, dass die Wärmepumpe besonders effizient arbeitet (hoher COP auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen).
  • Solare Gewinne: Gut ausgerichtete Fenster mit niedrigem g-Wert (für südliche Ausrichtung: hohe solare Gewinne im Winter) reduzieren den Heizenergiebedarf weiter.
  • Bauherren, die ein Renewable-Ready-Gebäude planen, sollten Fenster mit Uw ≤ 0,8 W/m²K vorsehen – was qualitativ hochwertige Dreifachverglasung mit gutem Rahmen bedeutet.

    Tilgungszuschuss für Renewable Ready

    Bauherren, die den Renewable-Ready-Standard nachweisen, erhalten einen zusätzlichen Tilgungszuschuss auf den KfW-Kredit für klimafreundlichen Neubau. Die genaue Höhe hängt von der aktuellen Programmgestaltung ab und wird regelmäßig angepasst.

    Zusätzlich zum Renewable-Ready-Bonus profitieren KfW-297/298-Projekte von:

  • Günstigem Kreditzins für den KfW-Neubaukredit
  • Tilgungszuschuss je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard (EH 40 Nachhaltigkeitsklasse)
  • Bonus für QNG-Siegel (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude)
  • Antragsweg für KfW 297/298 mit Renewable Ready

    Der Antragsweg ähnelt dem KfW-Kredit 261 für Sanierungen:

  • Energieeffizienz-Experte aus der DENA-Liste einschalten
  • Neubauplanung mit Renewable-Ready-Anforderungen abstimmen
  • Bestätigung zum Antrag (BzA) vom Experten einholen
  • Kreditantrag über die Hausbank stellen
  • Bau durchführen
  • Bestätigung nach Durchführung (BnD) einreichen
  • Tilgungszuschuss wird gewährt
  • Auch hier gilt: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt und genehmigt sein.

    Kombination mit anderen Programmen

    KfW Renewable Ready kann mit folgenden Programmen kombiniert werden:

  • BAFA-Bundesförderung für erneuerbare Energien (für Wärmepumpe, Solarthermie, die später eingebaut werden)
  • KfW 270 Erneuerbare Energien (für PV-Anlage)
  • Steuerliche Absetzbarkeit im gewerblichen Bereich
  • Für private Neubauten ist die Kombination KfW 297/298 (Klimafreundlicher Neubau mit Renewable Ready) der optimale Startpunkt. Die spätere Installation der erneuerbaren Energiesysteme kann dann über separate Programme gefördert werden.

    Wann lohnt sich Renewable Ready?

    Renewable Ready lohnt sich besonders wenn:

  • Heute noch kein Budget für die vollständige erneuerbare Energieversorgung vorhanden ist, aber die Ambitionen für später bestehen
  • Die Fenster ohnehin hochwertig geplant werden (Mehrkosten gering)
  • Eine Wärmepumpe oder PV-Anlage in 5–10 Jahren nachgerüstet werden soll
  • Der Tilgungszuschuss die Mehrkosten der Vorbereitung übersteigt
  • Fazit

    KfW Renewable Ready ist ein cleveres Konzept für zukunftsorientierte Bauherren: Wer heute etwas mehr investiert, um das Haus bereit für erneuerbare Energien zu machen, profitiert doppelt – durch den KfW-Bonus jetzt und durch einfachere und günstigere Umrüstung später. Hochwertige Fenster sind ein integraler Bestandteil dieses Konzepts und tragen dazu bei, dass das Renewable-Ready-Haus auch langfristig energieeffizient und komfortabel ist.

    Häufige Fragen

    Welche Förderung gibt es für KfW Renewable Ready: Vorbereitung?

    KfW Renewable Ready ist ein Bonuskriterium innerhalb des KfW-Neubau-Förderprogramms.

    Wie beantrage ich eine Förderung für KfW Renewable Ready: Vorbereitung?

    KfW Renewable Ready ist ein Bonuskriterium innerhalb des KfW-Neubau-Förderprogramms.

    Wie viel Förderung kann ich für KfW Renewable Ready: Vorbereitung bekommen?

    KfW Renewable Ready ist ein Bonuskriterium innerhalb des KfW-Neubau-Förderprogramms.

    Kann ich mehrere Förderprogramme für KfW Renewable Ready: Vorbereitung kombinieren?

    Bauherren, die den Renewable-Ready-Standard nachweisen, erhalten einen zusätzlichen Tilgungszuschuss auf den KfW-Kredit für klimafreundlichen Neubau.

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